Generationenkonflikte und Jugendprobleme aus (erwachsenen-) pädagogischer Sicht
AR-30
Nach grundlegenden, historisch-systematischen Überlegungen zu den Kategorien und Funktionen der Generationen- und Jugendphänomene werden aus pädagogischer Sicht die wichtigsten Erklärungsansätze für aktuelle Generationenkonflikte und Jugendproteste diskutiert: die besorgniserregenden Zukunftsperspektiven, die zunehmende Altersgruppenseparierung, der neue Sozialisationstyp des Narzissmus, der intergenerationelle Wertwandel, die epochalen Autoritäts- und Sinnkrisen sowie die historisch kulturellen Strukturveränderungen der Generations- und Erziehungsverhältnisse.
All dies bewirkt nicht nur eine prinzipielle In-Frage-Stellung des traditionellen Sinns der Jugendphase sowie eine grundsätzliche Problematisierung des herkömmlichen Generationenverhältnisses und Erziehungsverständnisses, sondern stellt auch eine Herausforderung zur pädagogischen Neuorientierung dar: zunächst werden fragwürdige Problemlösungsstrategien kritisch dargestellt und dann das Konzept einer recht verstandenen intergenerationell-partnerschaftlichen Solidarisierung sowie Konsequenzen für die Eltern- und Familienbildung, die Erwachsenen- und Altenbildung aufgezeigt.

